Vom Traumatypen zum Traumtyp

Was sind denn Sie für ein Körpertyp?

Was sind denn Sie für ein Körpertyp?

Atmen Sie noch? Beobachten Sie ob Sie in emotionalen Situationen unbewusst die Atmung anhalten bzw. nur mehr flach atmen. Warum tun Sie das? Mit diesem „Nichtatmen“ unterdrücken Sie die Emotion, die in diesem Moment an die Oberfläche will. Dieser Vorgang wirkt sich auf unsere Körperhaltung und unser Gefühlsleben aus.

Der Arzt und Therapeut Alexander Lowen fand in seinen Forschungen heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen Atmung, Bewegung und Seele gibt. Lowen erkannte aus diesen Erforschungen die 5 Grundcharaktertypen. Die Namen dieser Charaktertypen hören sich im ersten Moment vielleicht schlimm an, doch sie stammen aus den Anfängen der Geschichte der Psychiatrie und sind keinesfalls mit den heutigen Diagnosen gleich zu stellen.

Es gibt den oralen, schizoiden, rigiden, psychopatischen und masochistischen Körpertypen. Wie man jeden einzelnen erkennt:

Der Orale Körpertyp (Sorge für mich):

Dieser Körpertyp hat in den ersten ein bis zwei Jahren zu wenig elterliche Zuwendung bekommen. Meistens sind es große, schlanke Menschen, mit großen Augen und einem bedürftigen Blick. Auch an den leicht durchgedrückten Knien und an dem Hungerloch in der Brust kann man ihn erkennen.

Seine Stärken sind:

• liebenswürdig, süß, • emphatisch, gefühlsvoll zu sein • hat meist viel Freunde

Seine Schwächen sind:

• ängstlich zu sein • will nicht erwachsen werden • saugt sein Gegenüber oft aus.

Beim oralen Typen ist es wichtig, dass er in seine Kraft kommt und dadurch handlungsfähig wird. Er darf in die Eigenverantwortung kommen.

Der schizoide Körpertyp (Zwei linke Füße):

Es heißt, der schizoide Typ sei geprägt durch einschneidende oder bedrohliche Erfahrungen in einem sehr frühen Entwicklungsstadium – vor, während oder nach der Geburt. Dadurch sei er von sich, seinen Gefühlen, abgeschnitten und habe im Erwachsenenalter oft Kontaktschwierigkeiten.

Ihn erkennt man an seinen langen schlanken Armen und Beinen. Er wirkt oft ungelenk und wackelig, sein Blick schaut meist woanders hin. Bei ihm merkt man auch eine ungleiche Energieverteilung im Körper.

Seine Stärken sind:

• kreativ und sensibel • er ist stets etwas Besonderes• er hebt sich von der Masse ab

Seine Schwächen sind:

• er ist nicht richtig in Kontakt mit sich selbst • isoliert • wirkt ständig so als wäre er auf der Flucht

Der schizoide Körpertyp braucht vertrauen, das Gefühl angenommen zu werden, so wie er ist, denn eigentlich sehnt er sich nach Kontakt. Er will ins „Hier und Jetzt“ gebracht werden. Massagen, Joggen und Sportarten wo er im Team ist tun ihm gut.

Der rigide Körpertyp „Anerkennung Liebe mit Leistung“:

Phalliker- männlich und Hysteriker ist weiblich

Er machte die Erfahrung, dass er die elterliche Liebe und Anerkennung nur durch seine Leistung bekommt. Dadurch wurde er schon früh angespornt sein Bestes zu geben. Der zweite rigide Körpertyp neigt mit übertriebenen Gefühlsausbrüchen zur Anerkennung zu kommen.

Ihn erkennt man an seinem attraktiven und symetrischen Körper, er steht ständig unter Strom, Hohlkreuz, breites Becken und große Augen. Er neigt auch dazu nicht vollständig auszuatmen.

Seine Stärken sind

• tatkräftig und unternehmungslustig • ehrgeizig und erfolgreich • spontan, lebendig und temperamentvoll

Seine Schwächen sind

• kommt nicht zur Ruhe • er kann nicht entspannen • Hysteriker neigen zum Drama

Er sollte lernen mit der Bewegung zu entspannen. Massagen und Atemübungen nach dem Sport sind genau das richtige für ihn.

Der Psychopath – „Alles hört auf mein Kommando“ 

Der Psychopath hat schon früh Manipulation durch den gegengeschlechtlichen Elternteil erfahren. Er ist dominant oder manipulativ. Ihn erkennt man an seinen meist athletischen Körper, schmalen Beinen, Energie im Oberkörper ist beim dominanten Psychopathen, Energie im Unterkörper zeichnet den manipulativen Psychopaten aus.

Seine Stärken sind

• Kämpfernatur • Führungsqualitäten • Entertainer

Seine Schwächen sind

• Machtmensch • Manipulatives Verhalten • Versucht oft andere klein zu machen oder zu halten

Der Psychopath wünscht sich Herzlichkeit, denn auch wenn er oft überlegen scheint hat er doch eine große Angst von einer ihm nahestehenden Person verletzt zu werden.  Beim körperlichen Training heißt es seine Beine zu stärken.

Der Masochist – „Ich kann das nicht“

Mit einer überfürsorglichen Mutter kann ein Masochist entstehen. Er lernt nicht Nein zu sagen weil sie ihn regelrecht mit ihrer Fürsorge erdrückt.

Körperlich sind sie meist etwas molliger, Hals und Taille wirken blockiert, Impulse werden zurück gehalten.

Seine Stärken sind

• Geduldig und Genügsam • Hilfsbereit, treu, zuverlässig • Kumpeltyp

Seine Schwächen sind

• Frisst alles in sich hinein • Er ist passiv (er kann es nicht)

Wichtig ist es ehrlich und direkt zu ihm zu sein. Zu viel Nähe erinnert ihn an seine Mutter, zu viel Distanz lässt ihn denken, dass man ihn nicht leiden kann. Beim Sport ist leichter Ausdauersport das Beste für ihn. Es purzeln die Kilos und er entdeckt seine Lebendigkeit wieder.

Das waren die 5 Körpertypen nach Lowen. In welchem finden Sie sich wieder? Oder sehen Sie sich sogar auch in 2 Körpertypen?Bei der Arbeit an sich selbst, kann einem dieses Modell enorm helfen, Sachen zu verstehen und punktgenauer an sein Metathema zu kommen.

(Quelle: Körpertypen. Vom Typentrauma zum Traumtypen (Deutsch) Broschiert – 1. Januar 1988 von Roland Bäurle)